Ratgeber Aquarium: Gesundheit

 

Gesunde Fische

 Werden bei Einrichtung und Pflege eines Aquariums alle Grundregeln beachtet, funk-tioniert die kleine Unterwasserwelt reibungslos – Fisch krankheiten sind dann kaum ein Thema. Gibt es doch mal Probleme, genügen fast immer kleine Korrekturmaß-nahmen – und das maßgeschneiderte Heilmittel!

Fühlen sich Fische nicht so fit, scheuern sie sich oder legen die Flossen an. Auch Appetitlo-sigkeit, auffälliges Schwimmverhalten oder Farbveränderungen können erste Symptome sein. Viele Krankheiten lassen sich bereits im Frühstadium erkennen – dazu gehört auch der Ichthyophtirius:

Diese ‚Weißpünktchenkrankheit’ wird durch einzellige Parasiten verursacht, die in der Schleimhaut der Fische leben. Die Krankheit tritt zuerst an den Flossen oder am Rücken in Erscheinung. Ichthyophtirius kann bis zu 1,5 mm groß werden; er ist mit dem bloßen Auge deutlich zu erkennen. Da sich der Parasit sehr schnell vermehrt, ist der erkrankte Fisch in-nerhalb weniger Tage mit den weißen Pusteln übersät. Geeignete Heilmittel-Kombinationen lösen die Erreger zuerst von der Fischhaut ab – gleichzeitig wirken sie desinfizierend; im zweiten Schritt tötet das Heilmittel die Parasiten wirkungsvoll ab.

Ein Tipp: Heilmittel sind bei sachgerechter Anwendung unbedenklich für Fische und Pflan-zen. Aber: Sie bekämpfen nur die Krankheit – der Fisch braucht, um vollständig gesund zu werden, eine artgerechte Ernährung und zusätzlich Vitamine, die sein Immunsystem stär-ken!

Sind die Abwehrkräfte der Fische erst einmal geschwächt, haben es weitere Erreger leicht: Flossenfäule beispielsweise wird von Bakterien verursacht, die in jedem Aquarium vorhan-den sind. Bei diesem Krankheitsbild lösen sich die Flossen vom Rand her auf und werden im Spätstadium bis hin zur Flossenbasis vollständig zerstört. Hier muss sofort gehandelt werden – geeignete Heilmittel bekämpfen die Bakterien und lassen die zerstörten Flossen-teile schnell nachwachsen.

Durch länger anhaltende Stress-Situationen wird das Immunsystem der Fische so stark ge-schwächt, dass Bakterien in ihren Organismus eindringen können. Häufig ist eine Infektion des Darmes die erste Folge. Ein Krankheitsverlauf – die ‚Bauchwassersucht’ – lässt sich im Anfangsstadium leicht behandeln: Fische, die bereits einen deutlich angeschwollenen Bauch oder ‚Glotzaugenbildung’ zeigen, müssen sofort in ein separates Aquarium umge-setzt werden. Hochwirksame, antibakterielle Heilmittel kommen zum Einsatz – sie schädi-gen aber auch die nützlichen Bakterien, so dass es wichtig ist, den Filter während des Be-handlungszeitraums vom Aquarium zu trennen – und ihn beispielsweise an einem Eimer mit Wasser zu betreiben.

Insgesamt gilt: Wer Technik und Zustand seines Aquariums regelmäßig checkt und für ein biologisches Gleichgewicht sorgt, wird kaum Probleme haben. Entscheidend für die Fisch-gesundheit ist auch ein erstklassiges Futter: Es zeichnet sich dadurch aus, dass es aus sehr vielen, unterschiedlichen, hochwertigen Komponenten besteht und auf die verschiede-nen Ernährungstypen der Fische genau abgestimmt werden kann.

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