Ratgeber: Pflege des Aquariums

Das Aquarium richtig pflegen und optimal versorgen

Biotop-Aquarien sind extrem pflegeleicht. Grund: Ihr durchdachtes System – also die Abstimmung von Technik, Zubehör, Pflanzen und Bewohnern. Nur wenige Regeln sind zu beachten, damit es mit der Unterwasserwelt klappt!


- Wichtigste Pflegemaßnahme: Teilwasserwechsel alle zwei Wochen! Bei Aquarien mit einem starken Fisch- und geringen Pflanzenbesatz ist er einmal pro Woche erforderlich. Ganz wichtig: Bei jedem Teilwasserwechsel einen Wasseraufbereiter verwenden – er wird nach dem erneuten Auffüllen des Aquariums zugegeben, bindet Schadstoffe im Leitungswasser und schützt gleichzeitig die Schleimhaut der Fische.

- Optimales Hilfsmittel ist eine Mulmglocke. Sie hat zwei Aufgaben: Zum einen kann mit ihr mühelos das Wasser aus dem Aquarium abgelassen, zum anderen der Mulm am Boden aufgesaugt werden. Diese Ablagerungen verbrauchen extrem viel Sauerstoff, den sie den Fischen entziehen.

- Der regelmäßige Wasserwechsel verhindert ein übermäßiges Wachstum der Algen. Sie leben von Nitrat und Phosphat – belastende Stoffe, die durch Fischausscheidungen, Futterreste oder abgestorbene Pflanzenteile entstehen. Bei nachlassender Pflege ist ein leichter Algenbewuchs an den Scheiben des Aquariums nicht zu vermeiden. Mit einem Algenmagneten lassen sie sich problemlos reinigen.

- Die Umwandlung organischer Abfallstoffe ist entscheidend ist für das funktionierende Biotop. Ihren Abbau übernehmen Bakterien und Mikroorganismen: Das von den Fischen mit der Nahrung aufgenommene Eiweiß wird über den Stoffwechsel verwertet – die Abbauprodukte als Ammonium in das Wasser abgegeben. Diese Stickstoffverbindung wird von Nitrosomonas-Bakterien im Filter und Bodengrund zu giftigem Nitrit oxidiert. Um dieses Zwischenprodukt kümmern sich Nitrobacter-Bakterien – und wandeln es in das relativ harmlose Nitrat um.

- Phosphate können im Leitungswasser enthalten sein, organische Phosphorverbindungen in vielen Futtersorten. Fische brauchen es für den Stoffwechsel und Knochenaufbau. Sie scheiden Phosphat aus, das sich im Wasser anreichert. Wichtig ist es also, ausschließlich hochwertige Futtersorten zu verwenden.

- Nitrat und Phosphat sind belastende Stoffe, die zu einem großen Teil von Pflanzen aufgenommen werden können. Bei guter Beleuchtung betreiben sie Photosynthese: Sie verbrauchen Kohlendioxyd und erzeugen Sauerstoff, der wiederum lebenswichtig ist für Fische, Bakterien und nachts auch die Pflanzen selbst. Bei zu geringer Bepflanzung und minderwertiger Beleuchtung werden überschüssige Nährstoffe von ihnen nicht verarbeitet – stattdessen von Algen aufgenommen, die sich dann sehr stark vermehren.

- Durch einen Check der Wasserwerte sind Abweichungen von den optimalen Vorgaben schnell zu erkennen – durch frühzeitiges Eingreifen wird das System wieder in ein perfektes Gleichgewicht gebracht: Mit professionellen Testsets lassen sich alle wichtigen Wasserdaten wie pH-Wert, Karbonathärte, Ammonium-Gehalt, Nitrit- und Nitrat-Situation kontrollieren.

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