Skaten mit dem Hund
Vor dem Start

Das Team: Susanne Kaufmann und ihre Akita-Hündin Akashi. Die vierbeinige Lady hat das komplette Trainingsprogramm erfolgreich absolviert – und lässt für eine Skater-Tour jedes andere Vergnügen sausen.
Das Team

Unbedingte Voraussetzung für das Vergnügen auf Rollen: Der Hund muss absolut gehorchen. „Er muss kommen, wenn er gerufen wird, die wichtigsten Kommandos, die in einer Grundausbildung vermittelt werden, beherrschen“, so Expertin Susanne Kaufmann. Gesundheit und eine gute Kondition sind weitere Kriterien, damit der Vierbeiner diesen Sport mit seinem Partner überhaupt ausüben kann. Wird er überfordert, hat er bald keinen Lust mehr auf diese gemeinsamen Ausflügen!
Für wen kommt das Inline-Programm in Frage? „Prinzipiell kann jeder Hund daran Spaß haben. Er sollte mindestens 12 bis 16 Monate alt sein – je nach Rasse.“
Grundausstattung

Empfehlenswerte Grundausstattung: Für den Hund werden Halti, Geschirr, Leine und Packtaschen gebraucht; der zweibeinige Partner benötigt eine Schutzausrüstung sowie eine Flöte. Das Skater-Training basiert auf einem Stufenplan: Im ersten Schritt muss der Hund an die neuen Geräusche gewöhnt werden – das Knirschen der Rollen, das schabende Rutschen der Bremse oder auch die ungewöhnliche Optik seines Teamkollegen. „Viele Tiere sind im ersten Moment irritiert über die Schutzkleidung ihres Herrchens; gepolsterte Knie, Arme, Schoner für die Hände, eventuell ein Helm – da muss auch Hund erst einmal genauer hinsehen!“
Der Halti

Für die ersten Trainingsstunden bietet sich die Arbeit mit einem Halti an. „Mit diesem Kopfgeschirr lässt sich der Hund wunderbar dirigieren; zugleich wird verhindert, dass zu starker Druck über sein Halsband ausgeübt wird“, erklärt Trainerin Susanne Kaufmann. Damit auch der Zweibeiner genügend Bewegungsfreiraum hat, kann er die Leine in einen Bauchgurt einklinken. „Gerade Inliner, die noch etwas ungeübter sind, haben so beide Arme frei, um das Gleichgewicht zu halten. Aber: Bremsen können muss er auf alle Fälle hundertprozentig – ansonsten kommt es schnell zu Unfällen!“
Erstes Laufen und Rollen

Das Fitnessprogramm startet mit einem lässigen, nicht allzu schnellen Lauf - in den Anfangsstunden geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um die Koordination beider Sportler. Wichtig: Den Hund immer wieder loben! Er muss lernen, nicht an der Leine zu ziehen. Er soll ein Stück vor dem Inliner traben. Entscheidend ist das korrekte Kurvenverhalten: Bei Linksabbiegungen muss der Vierbeiner schneller werden, in Rechtskurven langsamer als sein rollender Begleiter. Übrigens. Der Hund läuft beim Skaten immer auf der rechten Seite!
Die nächste Stufe

Zweite Stufe: Klappt das gemeinsame Sport-Vergnügen mit dem Halti, kann der Vierbeiner an ein Geschirr gewöhnt werden. „Es muss weich sein, darf nicht scheuern. Zudem sollte es leicht anzulegen sein.“ Der Hund hat jetzt mehr Spielraum für spontane Aktivitäten. Entscheidend sind also um so mehr der absolute Grundgehorsam sowie eine gute Teamarbeit. „Ich setze bei meinen Trainingspartnern immer eine Flöte ein“, so Susanne Kaufmann. „Die Tiere kennen diesen Ton, er ist emotionslos und laut.“ Vorteil: Auch wenn der Inliner nach einer anstrengenden Runde schon etwas außer Atem ist, kann er die Flöte benutzen – den Namen des Hundes vielleicht aber nicht mehr in der gewünschten Lautstärke rufen.
Freilauf

Der letzte Schritt: Der Freilauf. Hund und Inliner genießen völlig selbständig nebeneinander die Geschwindigkeit. „Spätestens in diesem fortgeschrittenen Stadium kann der Hund nur noch über eine Flöte oder Pfiff dirigiert werden.“ In dieser Profi-Klasse lässt sich das gemeinsame Training um zahlreiche Fun-Sparten erweitern: „Um nicht nur die Kondition des Hundes, sondern auch sein Gedächtnis zu trainieren, können kleine Spiele eingeflochten werden, Übungen aus dem Grundkurs oder Apportier-Aufgaben.“
Tempo

Tempo: Skater-Fahrer können Geschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometer erreichen. Immer darauf achten, dass der Hund nicht überfordert wird. Bei längeren Touren muss unbedingt ausreichend Wasser für ihn mitgenommen werden. Wichtig ist auch die regelmäßige Kontrolle der Pfoten – vor allem während und nach längeren Läufen auf Asphaltuntergründen. Ballen und Zehenzwischenräume gut checken, und die Pfoten abends mit einer reichhaltigen Creme versorgen. An heißen Tagen – besonders in der Mittagshitze - lieber auf Skater-Ausflüge verzichten.
Tipp gegen den Durst

Ein Tipp zum Trainingszubehör: Das Geschirr des Hundes kann mit Paktaschen ausgerüstet werden. Hier können seine Wasservorräte, die auf keiner längeren Tour fehlen dürfen, untergebracht werden.












