+ Studie: Der Hund als tierische Unterstützung für Erwerbslose +

Hunde können helfen, das Lebensgefühl von Langzeitarbeitslosen zu verbessern. So lautet das Ergebnis einer Pilotstudie vom Psychologischen Institut an der Universität Bonn. Viele Menschen, die ein Jahr oder länger erwerbslos sind, geraten mehr und mehr in eine soziale Isolation: Intensiver Kontakt zu Kollegen findet nicht mehr statt, die schlechtere finanzielle Situation führt zu einer Minderung der Möglichkeiten, am sozialen Leben teilzunehmen. Das Selbstwertgefühl sinkt.
Langzeitarbeitslose Hundehalter jedoch erleben die negativen Auswirkungen ihrer Situation nicht so stark, da sie deutlich mehr Zeit mit ihrem Tier verbringen.

„In der Krisensituation wird die Bindung an den Hund intensiviert; es tritt auch kein Verlust an Alltagsfreuden ein, im Gegenteil, sie werden verstärkt erlebt und wirken präventiv für resignative und depressive Stimmungslagen“, so Prof. Dr. Reinhold Bergler, der die Pilotstudie an der Uni Bonn betreute.

Der Vierbeiner wird hier zu einer wichtigen Quelle der Lebensfreude. Er gibt dem Langzeitarbeitslosen das Gefühl gebraucht zu werden. Durch regelmäßiges Gassi gehen mit dem Hund wird nicht nur der Tagesablauf in seinem festen Rhythmus gehalten, es wird auch durch Bewegung an der frischen Luft etwas für die Gesundheit getan. Und ganz nebenbei hilft das Tier sogar, Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen.

Und eins sollte man nicht unterschätzen: Ein Hund hat keine Vorurteile. Es ist ihm egal, ob sein Herrchen oder Frauchen arbeitslos ist und er lenkt den Blick auch in schweren Phasen des Lebens automatisch auf die schönen Seiten. - IVH

(Fotos: PixelQuelle.de)
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