Buchtipp: Degus - halten&pflegen, verstehen&beschäftigen
Die aufgeweckten Nager erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in den heimischen Wohnstuben, jedoch werden Degu-Halter in spe vor dem Kauf oftmals falsch beraten – denn ein Degu ist kein Kuscheltier und in Bezug auf die Haltung sehr anspruchsvoll, da sie auf der Liste der Ausbrecherkönige wohl ganz oben rangieren. Mit ihren scharfen Zähnen können die Nager so manche Barriere aus dem Weg schaffen.
Das A&O ist demnach, ein nagesicheres Zuhause für die Tiere zu schaffen. Das schont nicht nur die Nerven der Besitzer sondern bewahrt die Tiere zudem vor möglichen Verletzungen. Selbst durch Plastikwannen, wie sie für die Meerschweinchen- und Hamsterhaltung Verwendung finden, nagen sich Degus im Nu hindurch und können sich an kleinen Plastiksplittern verletzen. Am ehesten geeignet sind Papageien-Volieren mit Metallwanne oder ausrangierte Aquarien mit Spezialabdeckung. Die beste Alternative ist aber immer noch das Degu-Heim Marke Eigenbau. Wenn es der Platz zulässt, sollte man seinen neuen Mitbewohnern eine Zimmervoliere mit Zwischenetagen bauen, damit die Tiere ihrem Klettertrieb nachgehen können. Auch ein ausgiebiges Sandbad lieben Degus. Da man wegen der schlechten Reinigungsmöglichkeiten kein reines Sandeinstreu wählen solllte, kann man den aus Chile stammenden Tieren täglich eine sandgefüllte Schale für eine Viertelstunde in die Behausung stellen und sie toben lassen.
Weiterhin macht Michael Mettler darauf aufmerksam, dass man Degus wie auch ihre fernen Artgenossen die Meerschweinchen niemals in Einzelhaltung bei sich zuhause aufnehmen sollte. Aber Vorsicht ist geboten! Degus vermehren sich rasant. Möchte man keine ganze Degu-Sippe beherbergen, sollte man gleichgeschlechtliche Tiere wählen oder an eine frühzeitige Kastration denken. Der Ratgeber gibt zudem wertvolle Tipps zur Fütterung. Der Organismus von Degus ist an Magerkost angepasst. Das heißt, krautreiches Heu, Gräser, Salat, frisches Gemüse und ausreichend Wasser genügen um die Nager zufrieden zu stellen. Zuviel Tierliebe kann gefährlich werden – durch süßes Obst können Degus leicht an Diabetes erkranken und infolge dessen erblinden.












