Naturheilverfahren bei Tieren: Homöopathie
Red. Liebling Tier. „Es gibt einen starken Trend zur homöopathischen Behandlung von Tieren“, sagt Mechthild Prester, Vorsitzende des „Ältesten Verbands der Tierheilpraktiker“ (THP). Wenn die Katze schnieft, der Hund hustet oder der Hamster spuckt, gehen immer mehr Menschen mit dem Liebling zum Tierheilpraktiker und lassen ihn mit Foto: Tierheilpraxis Dresden Bachblütenmischungen, Arnica oder Echinacea behandeln.
Schulmediziner bekämpfen vor allem die körperlichen Symptome, oft unterdrücken sie diese nur und die Krankheit kommt wieder, wird möglicherweise chronisch. Ein Homöopath betrachtet das kranke Tier dagegen als Individuum, das sich nicht mehr im Gleichgewicht befindet und typische oder auch ungewöhnliche Symptome zeigt. Das eine Pferd ist im kranken Zustand gereizt, durstig und erhitzt, das andere wirkt abweisend, fröstelnd und ängstlich. Deshalb muss der Tierheilpraktiker zunächst den Zustand des Tieres erkennen und sein Wesen verstehen. Erst dann kann er ein individuell abgestimmtes homöopathisches Mittel herstellen.
Homöopathie – Was ist das?
Foto: Pixelquelle
Es gibt bei diesem Naturheilverfahren, das der deutsche Arzt Samuel Hahnemann vor über 200 Jahren entwickelte, nie ein Mittel „gegen“ den Katzenschnupfen. Es geht nicht in erster Linie darum, ihn zu beseitigen oder gar zu unterdrücken, sondern darum, die Lebenskraft des Kätzchens so zu stärken, dass es wieder ins Gleichgewicht kommt. Homöopathie hilft deshalb auch nur so lange, wie im Körper des Patienten noch genügend Lebenskraft vorhanden ist.
Zur Gewinnung eines homöopathischen Mittels werden Substanzen aus dem Tier-, Pflanzen- und Mineralreich, aber auch aus Krankheitsstoffen, immer wieder verdünnt. So entstehen so genannte potenzierte Arzneien. Neben der klassischen Homöopathie, die mit einzelnen Mitteln arbeitet, setzt man auch mehrere Mittel zusammen ein.Foto: Naturheilschule Prester
Besonderheiten der Tierhomöopathie
Die Homöopathie bei Mensch und Tier folgt den gleichen Gesetzmäßigkeiten. Allerdings müssen Tierheilkundler viele Besonderheiten berücksichtigen. Mensch und Tier unterscheiden sich sowohl in Anatomie, in biologischen Vorgängen und Krankheitsbildern, als auch in ihrem Verhalten und ihrer Psyche. Für eine erfolgreiche Behandlung braucht der Tierhomöopath deshalb ein umfangreiches Fachwissen. Nur dann kann er die „Äußerungen“ der tierischen Patienten übersetzen, um ein passendes – möglicherweise auch ein „seelenpflegendes“ – Mittel zu finden. Besitzer, das Tier zu beobachten, Veränderungen im Verhalten wahrzunehmen und seinen Zustand
zu erfühlen.
Foto: Pixelquelle
Das homöopathische Mittel allein bringt keinen Erfolg. Die artgerechte Haltung, Bewegung, Ernährung und Lebensqualität des Lieblings müssen berücksichtigt werden. Diese ganzheitliche Sichtweise verlangt vom Tierhalter vom ersten Moment an, ausdauernd und bereit zu Veränderungen zu sein, damit es Katze, Hund und Hamster bald wieder gut geht.
Mechthild Prester und ihre Kollegen haben es mit den Patienten oft leichter als mit deren Besitzern. Sie machen immer wieder die Erfahrung, dass die Tiere sehr offen sind für homöopathische Methoden und diese deshalb gut wirken. „Die Tiere haben im Gegensatz zu uns Menschen keine Vorbehalte gegen Alternative Medizin“, so die Tierheilpraktikerin.
(Quellen: Tierheilpraktiker-Naturheilschule Prester / Verband Freier Tierheilpraktiker e.V.)
Liebling Tier TV - Link Tipp:
Tierheilpraktiker-Naturheilschule Prester
Verband Freier Tierheilpraktiker e.V.
Tierheilpraxis Dresden












