Naturheilverfahren bei Tieren: Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

Enzian bei Liebling Tier TVRed. Liebling Tier. Kräuter sind keine Wundermittel, sie können aber sehr wohl heilen oder zumindest Beschwerden lindern. Tiere lassen sich sehr gut mit einer Phytotherapie behandeln - auch um Krankheiten vorzubeugen oder eine Heilung zu unterstützen. Die Therapie lässt sich mit anderen Verfahren kombinieren, z.B. mit Bach-Blüten oder der Homöopathie.

Sinnvoll ist die Phytotherapie, wenn der tierische Patient eine Hautkrankheit, Husten, Durchfall oder eine Harnwegsinfektion hat. Heilkräuter können auch Koliken vorbeugen und werden bei der Behandlung von Angst- und Unruhezustände eingesetzt.

Sirup für den Stubentiger

Schwarze Katze bei Liebling Tier TVIn der Phytotherapie bekommt Ihr Tier einzelne Kräuter, bestimmte Teile der Pflanze oder Kräutermischungen meist mit dem Futter verabreicht – in getrockneter Form, als Tee, Tinktur, Essenz, Sirup oder Pulver. Die Kräuter werden auch frisch als Brei für die äußere Behandlung genutzt, in Salben verarbeitet oder als Badezusatz
verwendet.

Kleine Kräutergeschichte

Schlüsselblume bei Liebling Tier TV„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“ – lautet ein alter Spruch. Nun, gegen jede vielleicht nicht, doch die „Kräuterheilkunde“ ist eine Jahrtausende alte Therapieform, aus der sich die heutige Pharmazie entwickelt hat. Auch in Europa hat die Pflanzenheilkunde eine lange Tradition. Nach einer Reichsverordnung Karl des Großen wurden in den damaligen Bauern- und Klostergärten Heilpflanzen angebaut.

Die Erfahrungen, die anno dazumal gesammelt und weitergegeben wurden, sind heute durch die wissenschaftliche Bestimmung der Pflanzeninhaltsstoffe und Erforschung ihrer Wirkung nachgewiesen.

Wirkstoffe

Jede Heilpflanze hat ihre besondere Eigenschaft und Heilkraft aufgrund ihrer Wirkstoffe wie Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, Scharfstoffe, ätherische Öle, Flavonoide und Vitamine:

Bitterstoffe werden bei  Magen, Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse eingsetzt. Sie sind enthalten in Enzian, Tausendgüldenkraut, Ringelblume und Löwenzahn.

Salbei bei Liebling Tier TVGerbstoffe wirken auf Haut und Schleimhaut, fördern die Wundheilung und werden bei Ekzemen und Geschwüren angewendet. Sie lösen  eine zusammenziehende Reaktion aus - und verhindern damit, dass Giftstoffe von den Zellen aufgenommen werden. Sie sind enhalten in Thymian, Spitzwegerich, Schlüsselblume, Schafgarbe, Salbei, Ringelblume und Beinwell.

Saponine sind harntreibend, auswurffördernd und reinigend. Sie werden in Verbindung mit Wasser seifenähnlich. Saponine sind enthalten in Huflattich, Schlüsselblume und Süßholz.

Knoblauch bei Liebling Tier TVScharfstoffe helfen bei chronischen Entzündungen und Bindegewebsverhärtungen, sie fördern örtlich eine starke Durchblutung. Sie sind z.B. in Knoblauch enthalten.

Ätherisches Öl wirkt auf die Atmungsorgane, auf Haut und Harnsystem. Es ist enthalten in Baldrian, Pfefferminze, Knoblauch, Anis und Thymian.

Flavonoide kommen bei  Kapillargefäßen zum Einsatz. Sie sind in Heidelbeeren, Hirtentäschel, Holunder, Huflattich, Linde, Löwenzahn und Melisse enthalten.

Vorsicht: Pflanzen können nicht nur heilen, sondern auch Nebenwirkungen haben!


(Quellen: Tierheilpraktiker-Naturheilschule Prester / Verband Freier Tierheilpraktiker e.V.;
Fotos: Pixelquelle)

 

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Verband Freier Tierheilpraktiker e.V.
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